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© alle Texte, Fotos & Videos (sofern nicht anders angegeben): C. Landgrafe / Signal-Hund 2018 Titelbild “suchender Labrador”: (c) A.Koch  /  Zecke: Foto: Holger Krisp, Ulm, Germany; (CC BY 3.0)  /  Lavendel: H. Zell; (CC BY-SA 3.0);  

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Seminarwochenende “Geruchsdifferenzierung” bei

Finderwille (im Hundezentrum Siegerland)

Freitag, 10. März 2017, Theorieabend

“Mal schauen, was so kommt.”      Ohne Hund startete ich eine gute Stunde vor Beginn der Theorieeinheit in Richtung Hundezentrum Siegerland. Der Weg war einfach und gut zu finden und nach ein bisschen suchen und mithilfe eines weiteren Teilnehmers fand ich dann auch den Weg auf das Gelände und zum Seminargebäude. Ich war gespannt – wie würde das wohl ablaufen? Wie würde Dayan das Ganze mitmachen? Denn Dayan, seines Zeichens ein langhaariger Nordmann (Wooly Husky), war nicht gerade für seine Geduld bekannt. Wenn er etwas doof oder langweilig fand, wurde gebrummt, gejammert und notfalls auch mal geheult wie ein Wolf. Aber heute war ich ja erst mal allein unterwegs. Nach und nach trudelten alle Teilnehmer ein, wir hielten noch ein wenig Smalltalk und dann ging es los. Der Anfang war ja noch okay für mich, dann kamen schematische Zeichnungen vom Aufbau des Trainings dazu … und Infos, Infos, Infos ….wow. Wow! Hilfe!!! Also, ansatzweise konnte ich mich reindenken… Rüdiger Orth von Finderwille beruhigte uns und meinte, es würde nur Anfangs kompliziert sein, dann immer einfacher, wenn man mal den Ablauf und Sinn versteht und das Ganze praktisch durchgearbeitet hat. Nach guten 4,5 Stunden trat ich den Heimweg an – mit vielen Fragezeichen und einem „schweren“ Hirn – das war schlichtweg vollgestopft mit neuen Infos und ich war totmüde. Alles, was ich wollte, war essen und dann schlafen.

Samstag, 11. März 2017, Praxis Teil 1

“Den Fehler macht immer der Mensch - nie der Hund!”      Am nächsten Morgen machte ich ein dickes Futterpäckchen fertig, packte alles, was ich brauchte samt meinem Hund ein und fuhr wieder zum HZS. Wir trafen uns direkt draußen, besprachen uns kurz und ich machte freiwillig den Anfang.     Etwas nervös packte ich nach Anleitung meine vier Dosen mit Futter voll, brachte sie auf dem Gelände aus und danach in der vorgegebenen Reihenfolge die drei Verleitgerüche und den Zielgeruch für meinen Hund. Dabei machte ich schon einige Fehler, einer davon fiel mir selbst auf, auf die anderen machte mich Rüdiger aufmerksam.     Dann kam Dayan zum Einsatz. Während ich noch mit Leine und Tüten und mir selbst beschäftigt war, checkte seine Nase bereits die komplette Umgebung ab. Noch ein Lächeln für den Kameramann (danke Peter fürs filmen), dann hatte mein Hund Zeit für mich und den Geruch, den er suchen sollte.     Alles ging so entspannt, ich versuchte Rüdigers Anweisungen zu folgen und mir gleichzeitig alles aus dem Gedächtnis zu rufen, was ich gestern Abend gehört hatte… Natürlich machte ich auch da Fehler, die leise und ruhig angesprochen wurden, sodass Dayan tatsächlich eine Chance hatte, den richtigen Geruch zu finden. Ich war positiv überrascht – mein Dayan machte seine Sache so super, während Frauchen quasi die ersten Babyschrittchen in das korrekte Führen eines Hundes bei der Suche machte. Und ich hatte gedacht, ich weiß, wie das geht und was zu tun ist – ha ha! Jetzt hieß es, innerlich das Hirn auf „Reset“ stellen, nicht so viel denken, dafür mehr zuhören und zuschauen und alle Informationen zum Thema aufnehmen, die ich kriegen konnte. Da kamen so viele „Aha – SO ist das also. Na klar. JETZT versteh ich so einiges – und noch etwas mehr…“-Erlebnisse. Viele. Sehr viele! Ich begann zu verstehen, was ein Hund tatsächlich sucht, wie das funktioniert, worauf man achten muss, was wichtig ist und wieso so mancher Trail bei uns schief gelaufen war. Und ich tat Abbitte bei meinem wunderbaren Dayan, der so brav und folgsam und verständnisvoll für sein tapsiges Frauchen war. Der trotzdem Spaß daran hatte, mit mir zu arbeiten, weil das endlich eine Sache war, die er verstand und konnte – Geruch ist seine Welt und Gerüche zu differenzieren für ihn ganz einfach. ICH war diejenige, die ordentlich zu lernen hatte, damit ich ihm nicht im Weg stand oder ihn falsch führte. Das klappte bei der zweiten Suche am Nachmittag auch schon etwas besser.

Sonntag, 12. März 2017, Praxis Teil 2

“Ach du Scheiße - was hab ich eigentlich bisher gemacht?!?”      Tag zwei startete wie der vorige – wir trafen uns draußen und legten sofort los, wieder begann ich mit Dayan. Wir hatten einen anderen Teil des Geländes zur Verfügung, der deutlich schwieriger zu bearbeiten war und echt seine Tücken hatte, sowohl von der Lage als auch von den Windverhältnissen. Ganz in Ruhe (äußerlich) bereitete ich alles vor, prüfte den Wind mehrmals, ehe ich die Dosen, diesmal nur noch drei an der Zahl, ausbrachte und mit den diversen Gerüchen bestückte. Nochmals den Wind prüfen, dann den Hund in den Wind bringen… und Zeit lassen. Ganz ruhig arbeiten lassen. Geduld haben. Warten. Ich hatte es mir vorsätzlich nicht leicht gemacht, wie Rüdiger schmunzelnd bemerkte. Nein, ich wollte ja arbeiten, bzw. sehen, wie mein Hund sich da durch arbeitet und lernen, ihn richtig zu unterstützen. Einfach kann ja jeder. Und natürlich machte ich die typischen Anfängerfehler. Aber genau daraus lernt man ja – nicht nur ich, die ganze Gruppe. „Fehler, die Claudia macht, müsste ihr ja dann nicht mehr machen“, meinte Rüdiger. Ich merkte, dass mein bisheriges Wissen und Verständnis für „Führen eines Hundes in der Suche“ und „Geruch“ und wie das alles zusammenwirkt und funktioniert mir irgendwie im Weg stand. So ist das mit Verhaltensmustern – es fällt nicht so leicht, sich auf „0,0“ zu stellen und ohne Vorbehalte zu arbeiten. Dennoch kamen wir beide Male mit viel Geduld, Ruhe und ein klein wenig Anleitung an – ein Umstand, der vom Ausbilder auch gelobt wurde. „Du hast einen ruhigen Hund und selber die Ruhe dafür. Das ist sehr gut.“ Das Resümee des Ganzen ist simpel: - ich fange quasi beinahe von vorne an, während mein Hund geduldig meine Fehler verzeiht - noch von keinem anderen Seminar bisher seit Beginn meiner Ausbildung zum Hundetrainer bin ich mit einem so breiten Grinsen zufrieden nach Hause gefahren - ein Top Seminar mit einem Top Ausbilder! - und die nächsten Fortbildungen zum Thema „Geruch“ und „Mantrailing“ mache ich definitiv allesamt bei Finderwille! Danke an Rüdiger für deine Ehrlichkeit, deine „gerade heraus“-Art, deinen Enthusiasmus um uns anzustecken und korrekt auszubilden, deine vielen Erklärungen, damit wir verstehen. Danke an Peter und Marianne – fürs filmen und den Kaffee und eure Erklärungen und „da sein“. Bis zum Sommerfest – ich freu mich schon!!!
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